Green IT: Wie Sie mit einer VoIP-Telefonanlage Klima und Ressourcen schonen

6 MIN. LESEZEIT

Roland Kahlhofer

Roland Kahlhofer
18. Dezember 2020

Green IT: Wie Sie mit einer VoIP-Telefonanlage Klima und Ressourcen schonen

6 MIN. LESEZEIT

Roland Kahlhofer

Roland Kahlhofer
18. Dezember 2020

Green IT: Wie eine VoIP-Telefonanlage Klima und Ressourcen schont


Die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen auf der Agenda vieler Unternehmen immer weiter oben. Kein Wunder: Das öffentliche Interesse ist groß und Verbraucher/innen achten mittlerweile genau darauf, wie sich ihr Konsum auf den Klimawandel auswirkt. Eine besondere Rolle kommt der IT- und Kommunikationslandschaft zu: der Ausbau von „Green IT“ bietet viel Potenzial, um den Energieverbrauch zu senken. Wie Sie mit einer modernen Cloud-Telefonie-Lösung Ressourcen schonen und gleichzeitig effizienter arbeiten, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

So viel CO2-Ausstoß verursachen IT-Geräte

Viele Menschen verbinden den CO2-Ausstoß mit qualmenden Industrieschornsteinen und Autoabgasen. Die IT-Infrastrukturen in Unternehmen stehen selten im Fokus – und dass, obwohl sie mehreren Studien zufolge für über 2 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind. Damit verursachen IT-Systeme etwa so viel CO2 wie der internationale Flugverkehr.

Durch die zunehmende Digitalisierung nimmt dieser Anteil stetig zu. Der Abbau von Erzen wie Cobalt, das für die Produktion der Hardware benötigt wird, verursacht weitere ökologische Schäden. Immer mehr Firmen schwenken deshalb auf Green IT um.


Doch was konkret ist mit diesem Begriff gemeint?


Was versteht man unter „Green IT“?

Der Begriff Green IT ist einfach erklärt: Er fasst sämtliche Maßnahmen zusammen, mit denen Unternehmen ihre IT-Infrastruktur möglichst ressourcenschonend organisieren.

Achtung: Bei der Green IT spielt nicht nur der Energieverbrauch im Betrieb eine große Rolle – sondern beispielsweise auch die Herstellung und Entsorgung der Hardware. Green IT bezieht sich also auf den kompletten Lebenszyklus von Geräten.

 

Produkte von IT-Herstellern, die unter besonderer Beachtung des ökologischen Fußabdrucks hergestellt wurden, können Verbraucher/innen seit den 1990er Jahren am „Energy Star“ Label erkennen.

Wie eine nachhaltige IT-Infrastruktur Wettbewerbsvorteile schafft

Eine ressourcenschonende IT-Landschaft bietet Ihnen bereits jetzt zahlreiche Wettbewerbsvorteile. Die Gründe, weshalb diese künftig weiter zunehmen werden, liegen auf der Hand.

So spielt das Thema Nachhaltigkeit inzwischen eine große Rolle in der Öffentlichkeit – und auch das Problembewusstsein in der Bevölkerung ist gestiegen:

  • 87 % der Österreicher/innen sehen die Wirtschaft in der Pflicht, mehr Maßnahmen für den Klimaschutz zu leisten.
  • 89 % aller Österreicher/innen fordern einen größeren Ausbau von Ökostrom.
  • 79 % der Österreicher/innen unterstützen eine Gestaltung des Steuersystems nach dem Verursacherprinzip. Ihrer Meinung nach soll klimafreundliches Verhalten günstiger, und klimaschädliches Verhalten teurer werden.
(Quelle: Mutter Erde Studie „Klimawandel“)

 

Eine nachhaltige IT-Infrastruktur schlägt sich auch in den Bilanzen von Unternehmen nieder. Mit ihrem Green Deal hat die EU beschlossen, dass der Kontinent bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden soll. Um das zu erreichen, wird der CO2-Ausstoß zunehmend mit Abgaben belegt.

Ein Bekenntnis zu Green IT bringt Unternehmen daher mehrere Vorteile:

  • Green IT sorgt für eine zukunftsfitte Infrastruktur und eine nachhaltige, moderne Wirtschaftsweise,
  • stärkt die Corporate Social Responsibility und verbessert die Öffentlichkeitsarbeit, und
  • spart wertvolle Ressourcen und damit bares Geld.


So weit, so vorteilhaft.

Bei vielen Entscheider/innen stellt sich an diesem Punkt die Frage: Wie gehe ich das Projekt „Green IT “ am besten an?

Whitepaper Business-Cloud-Telefonie yuutel

6 Maßnahmen, mit denen Sie Green IT effizient umsetzen 

 

Cloud-Telefonie ist ein Paradebeispiel für Green IT



Um Ihre IT-Landschaft nachhaltig zu gestalten, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

1. Regenerative Energiequellen nutzen

Der laufende Betrieb der IT-Landschaft sollte mit erneuerbaren Energien erfolgen. Mittlerweile gibt es viele Rechenzentren, die entweder den Großteil oder sogar ihren gesamten Strombedarf mit Solar- oder Windenergie decken.

2. Auf Cloud-Technologien setzen

Cloud-Computing ist seit Jahren auf dem Vormarsch: Unternehmen betreiben ihre Lösungen dabei nicht mehr auf eigenen Servern, sondern rufen sie über externe Rechenzentren ab. Laut einer aktuellen Trendanalyse von Deloitte ist der Markt für Cloud-Hosting-Dienstleistungen 2020 angesichts der Corona-Krise und begleitenden Maßnahmen wie Homeoffice besonders stark gewachsen – und wird auch 2021 weiterhin stark nachgefragt werden.

Für Unternehmen bringt Cloud-Hosting viele Vorteile: Sie können flexibler auf geänderte Rahmenbedingungen reagieren und sparen nicht nur Kosten – sondern auch Energie. Ein Paradebeispiel für den flexiblen Einsatz von Cloud-Technologien ist die Cloud-Telefonie – dazu gleich mehr.

Lesen Sie dazu auch: Homeoffice in der Corona-Krise: Zuhause telefonieren wie im Büro

 

3. Energieeffiziente Software wählen

Auch Software-Produkte sind ausschlaggebend für die Energiebilanz eines Unternehmens. Möglichst schlanke Lösungen verbrauchen bereits von vornherein wenig Ressourcen. In Kombination mit der Cloud-Technologie und nachhaltigen Rechenzentren steigert das die Energieeffizienz enorm.

4. Geeignete Hardware einsetzen

Die Auswahl geeigneter Hardware entscheidet ebenfalls über die Energiebilanz. Mittlerweile gibt es Labels, die eine umweltschonende Produktion der Hardware garantieren. Wenn Unternehmen solche Produkte kaufen und dabei noch auf die Langlebigkeit der Hardware achten, verkleinern sie damit ihren ökologischen Fußabdruck.

5. Entsorgung im Blick behalten

Die Entsorgung gehört ebenfalls zum Lifecycle der Hardware. Entsorgen Sie Ihre Geräte so, dass sie in möglichst großen Umfang wieder recycelt werden können.

6. Mit Virtualisierung flexibler werden

Eine weitere Möglichkeit zum Energiesparen bietet die Virtualisierung. Dabei handelt es sich um die Abstraktion physischer IT-Ressourcen. Was zunächst etwas kompliziert klingt, ist in der praktischen Anwendung ganz einfach.

Stellen Sie sich vor, dass Sie zusätzliche Serverkapazitäten benötigen. Diese können Sie bei der Virtualisierung über ein externes Rechenzentrum hinzubuchen und über eine virtuelle Oberfläche steuern.

Das einfachste Beispiel für Virtualisierungen sind Cloud-Services, in denen Sie Dokumente hochladen und abspeichern. Der Speicherplatz wird Ihnen virtuell angezeigt – obwohl er sich nicht im eigenen Unternehmen befindet, sondern von einem externen Rechenzentrum zur Verfügung gestellt wird.

Kurz gesagt: Virtualisierung ermöglicht es, Serverkapazitäten maximal effizient und ressourcenschonend zu nutzen – genau so, wie Ihr Unternehmen es gerade benötigt! 

 

Wie Cloud-Telefonie-Lösungen Energie sparen und Ressourcen schonen

 

Die VoIP (Voice-Over-IP)-Telefonanlage aus der Cloud ist ein Paradebeispiel für Green IT! Durch die Verwendung von hochoptimierten Systemen für eine Vielzahl an Kunden können die Ressourcen einer Cloud-Telefonie-Lösung optimal ausgenutzt werden.

So sorgt eine Cloud-Telefonanlage für eine verbesserte Energiebilanz:

So sorgen Cloud-Telefonie-Lösungen für eine bessere Energiebilanz
Grafik: yuutel

 

1. Optimale Kapazitätsauslastung durch Zentralisierung

Die größte Stärke einer All-IP-Telefonanlage im Hinblick auf Energieffizienz: die Infrastruktur wird gemeinsam von Tausenden Teilnehmern genutzt!

Cloud-Telefonanlagen werden zentralisiert in externen Rechenzentren betrieben: Alle Mandanten teilen sich die Rechenleistung der Server im Rechenzentrum und sorgen damit für eine optimale Auslastung der Kapazitäten. Bei Bedarf können die Ressourcen problemlos erweitert oder reduziert werden.

Diese Lösung ermöglicht es, durch flexible Zuteilung von z.B. Rechenleistung, Speicherplatz etc. immer das ökologisch und ökonomisch sinnvollste Setup zu betreiben. Die vorhandenen Ressourcen werden somit optimal ausgenutzt und der Energieverbrauch pro Teilnehmer minimiert!
 

Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Nebenstellenanlage (PBX), die lokal vor Ort betrieben wird, ist in der Regel für 1.000 bis 1.500 Nutzer ausgelegt. Für Unternehmen mit nur 100 bis 200 Mitarbeiter/innen ist eine solche Lösung weit überdimensioniert und verbraucht unnötig viel Energie. Mit einer Cloud-Telefonanlage richten Sie jedoch genau die passende Anzahl an Teilnehmern ein, die Sie benötigen!

 

Ihr Vorteil: Sie reduzieren mithilfe der Cloud-Telefonie-Lösung Ihre Energiekosten, da sie keine überdimensionierte, lokale Nebenstellenanlage betreiben müssen.

Lesen Sie dazu auch: VoIP-Telefonie für KMU – Wie alle im Unternehmen davon profitieren

 

2. Energiesparende Hardware reduziert den Energieverbrauch

Der Energieverbrauch einer Cloud-Telefonie-Lösung kann zusätzlich minimiert werden, indem Sie energiesparende IP-Telefongeräte nutzen.

Wie groß dieser Einspareffekt ist, verdeutlicht das folgende Beispiel:

Ein Telefon der PoE-Klasse 3 benötigt in der Regel 12 Watt. Unternehmen, die 300 solcher Geräte betreiben, verbrauchen 86,4 kWh.

Dem stehen energiesparende Telefonapparate der PoE-Klasse 1 gegenüber: Diese benötigen maximal 3,8 Watt, sodass 300 Stück im Jahr nur 27,36 kWh verbrauchen.

 

Was zunächst noch etwas abstrakt erscheint, lässt sich konkret veranschaulichen:

Auf das Jahr gerechnet entspricht der Mehrverbrauch durch die Geräte der PoE-Klasse 3 dem Gesamtenergieverbrauch von fünf österreichischen Haushalten.

 

Noch ressourcenschonender ist es, wenn Sie auf zusätzliche Hardware verzichten und anstelle von Telefonapparaten sogenannte Softclients verwenden. Mit einer solchen Anwendung lassen sich VoIP-Anrufe von jedem PC/MAC bzw. Laptop oder Smartphone aus tätigen. Sie können daher auf bereits vorhandene Geräte zurückgreifen – das schont Geldbörse und Umwelt!

 

3. Flexible IP-Telefonanlagen machen Arbeit mobil

Ein wesentlicher Vorteil für die Flexibilität von Unternehmen: Sie können eine Cloud-Telefonie-Lösung ortunabhängig nutzen („Mobiles Büro“). Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonieren am Bürostandort, im Homeoffice oder von unterwegs aus mit jedem Endgerät unter der gewohnten Büronummer – egal, ob am Desktop, Smartphone oder mit einem SIP-fähigen Telefonapparat.

Lesen Sie dazu auch: Homeoffice in der Corona-Krise: Zuhause telefonieren wie im Büro


Damit leistet eine VoIP-Telefonanlage einen wichtigen Beitrag zum Digital Workplace der Zukunft: Etwaige Anfahrtswege zum Betriebsstandort werden reduziert und damit d
er CO2-Ausstoß verringert. Mit einer Cloud-Telefonie-Lösung lassen sich auch Telefonkonferenzen einfach und rasch organisieren oder die Telefonie in Microsoft Teams integrieren – damit werden physische Meetings oder Business-Reisen oft gar nicht mehr notwendig.

 

4. Grüne Energie in Rechenzentren ist ein Muss

Auch die Wahl eines nachhaltigen Rechenzentrums ist im Hinblick auf ressourcenschonende Green IT entscheidend. Denn mit der verwendeten IT-Infrastruktur zählen diese zu den größten „Stromfressern“ in der IT-Branche. Durch die sich immer mehr durchsetzende Cloud-Technologie lagern immer mehr Unternehmen Teile ihrer IT aus – dadurch wächst der Energieverbrauch in den Rechenzentren.

Bis 2030 werden Rechenzentren Schätzungen zufolge zwischen 3 % und 13 % des globalen Stromverbrauchs ausmachen. Ein CO2-neutraler Betrieb und die Nutzung von grüner Energie sind für den Klimaschutz daher enorm wichtig.


Achten Sie daher bei der Wahl des Betreibers darauf, dass die benötigte Energie so nachhaltig wie möglich erzeugt wird. Heute decken bereits die meisten Rechenzentren zumindest einen Großteil ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen.

Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten, einen niedrigeren Energieverbrauch im Rechenzentrum sicherzustellen. So können etwa mithilfe neuartiger Umluftkühlungen in Rechenzentren zum Beispiel rund 100 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Auch Freecooling-Konzepte, mit denen die Server durch die Umgebungsluft gekühlt werden, wirken sich positiv auf die CO2-Bilanz aus.

Die yuu Phone Cloud-Telefonanlage wird nachhaltig im Wiener Rechenzentrum Interxion gehostet. Der Anbieter verwendet ausschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen wie etwa Windkraft oder Solaranlagen. Zugleich realisieren die Rechenzentren herausragende PUE-Werte (Power-Usage-Effectiveness).

 

Fazit: Gehen Sie mit einer Cloud-Telefonanlage auf Nummer zukunftssicher!

Sie arbeiten mit einer modernen Cloud-Telefonie-Lösung nicht nur flexibler und günstiger – sondern reagieren damit auch auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden, die bei Einkauf und Konsum immer mehr auf Nachhaltigkeit achten. Darüber hinaus profitieren Sie von vielen intelligenten Features einer VoIP-Telefonlagen, die Ihnen den Geschäftsalltag erleichtern und Ihre Erreichbarkeit sichern, z.B. Rufweiterleitungen, Anrufmanagement, Ringrufe, Anruflisten etc.

Auf diese Weise kombiniert eine VoIP-Telefonanlage auf einzigartige Weise Umwelt- und Klimaschutz mit klaren Wettbewerbsvorteilen – und macht Ihr Unternehmen zukunftsfit!

 

Erfahren Sie hier mehr über unsere VoIP-Lösungen: die yuu Phone VoIP-Telefonanlage aus der Cloud und den yuu Connect SIP Trunk. Ihre Fragen beantworten die yuutel Spezialistinnen und Spezialisten gerne persönlich – kontaktieren Sie uns.

 

Sie möchten weitere Aspekte der All-IP-Telefonie kennenlernen? In unserem kostenlosen Whitepaper „Business-Cloud-Telefonie“ haben wir die 10 wichtigsten Tipps für den Umstieg auf VoIP-Telefonie für Sie zusammengefasst:

Whitepaper Business-Cloud-Telefonie: Die 10 wichtigsten Fragen & Tipps für den Umstieg auf All-IP!

 

Dieser Blogartikel entstand in Zusammenarbeit mit Markus Reiferscheid von Textwort.de.

Über den Autor

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Solutions Consultant bei yuutel

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