Billiger telefonieren im Business: 6 Tipps, um Telefonkosten zu sparen

4 MIN. LESEZEIT

Christian Rupitsch

Christian Rupitsch
23. Mai 2017

Billiger telefonieren im Business: 6 Tipps, um Telefonkosten zu sparen

4 MIN. LESEZEIT

Christian Rupitsch

Christian Rupitsch
23. Mai 2017

Billiger telefonieren im Business 6 Tipps, um Telefonkosten zu sparen


Telefonieren ist heute immer noch für die meisten Konsumenten die wichtigste und persönlichste Möglichkeit, Fragen oder Probleme rasch gelöst zu bekommen. Daran haben auch neue Kommunikationskanäle wie E-Mail, Chat oder Social Media bisher kaum etwas geändert. Die Telefonie hat schon einen längeren Reifeprozess hinter sich und die Kosten sind durch die Marktliberalisierung und neue Technologien stark gesunken. Doch die Telefonanbieter geben die günstigeren Preise oft nicht an ihre Geschäftskunden weiter – muss deshalb telefonieren teuer sein?

Muss telefonieren teuer sein?


Nein, denn bei der Wahl des Anbieters haben Unternehmen inzwischen deutlich mehr Spielraum! Das Argument „höherer Preis-mehr Qualität“ zählt so schon lange nicht mehr. Die Gesprächsqualität etwa bei der günstigeren IP-Telefonie
ist längst mit jener der ISDN-Telefonie („Festnetz“) vergleichbar und kein nennenswertes Entscheidungskriterium, welches Sie bei der Anbieterwahl besonders beachten müssten. Sie können sich beinahe ganz am Preis orientieren.

Hinzu kommt die Herausforderung, Festnetz und Mobiltelefonie klug und kostengünstig miteinander zu verbinden. Und auch die Kosten für internationale Telefonate, wie sie bei immer mehr Firmen notwendig sind, können schnell explodieren, wenn niemand ein Auge darauf hat. Auch hier können Sie mit moderner VoIP-Telefonie einiges an Kosten sparen.

 

Lesen Sie hier mehr: VoIP löst ISDN ab – So gelingt die Umstellung auf All-IP-Telefonie!

 

Es ist allerdings nicht immer ganz einfach, die günstigsten Angebote zu finden. In diesem Blogartikel lesen Sie 6 Tipps, wie Sie die Telefonkosten in Ihrer Firma senken:
 

6 Tipps, wie Sie die Telefonkosten in Ihrer Firma senken

 

1. Angebote richtig vergleichen


Verschiedene Angebote zu vergleichen, ist meist der erste Schritt zum günstigen Telefonieren. Aber machen Sie dabei alles richtig? Richtig vergleichen heißt, jede Preisposition bei jedem Anbieter einzeln zu notieren um dann einen genauen Überblick zu haben, wer tatsächlich das billigste Angebot liefert. Hier werden Sie die ein oder andere Überraschung erleben!

Die Arbeiterkammer in Österreich unterstützt Sie mit dem Festnetz- & VoIP-Tarifrechner, sich im Tarifdschungel leichter zurecht zu finden.

3 Punkte, auf die Sie beim Anbietervergleich besonders achten sollten:

  • Versteckte Kosten: Die billigen Grundgebühren, die in der Werbung angepriesen werden, sind oft mit versteckten Kosten verbunden. Lesen Sie auch das Kleingedruckte sorgfältig und beachten Sie jährliche Einmalgebühren wie z.B. Service- oder SIM-Pauschalen. Suchen Sie außerdem gezielt nach Zusatzgebühren, die z.B. für nachträgliche Änderungen oder Kundensupport anfallen.

  • Taktung: Auch hier holen sich Telefonanbieter gerne ein sogenanntes „Körberlgeld“. Ein günstiger Preis pro Minute ist dann nicht mehr ganz so billig, wenn man immer volle Minuten versus einer Sekundenabrechnung bezahlt (siehe dazu auch Punkt 2).

  • Kündigungsbedingungen: Manchmal kommt es vor, dass Anbieter versuchen, ihre Kunden über Mindestumsätze oder Pönalzahlungen bei Kündigung zu „knebeln“.

 



2. Die Taktung


Um günstig zu telefonieren, sollten Sie unbedingt die Taktung beachten. Unter „Taktung“ versteht man in der Telekommunikation die Aufteilung der abrechenbaren Verbindungsdauer in (Zeit-)Intervalle.

Die gebräuchlichsten Intervalle sind 60/30 oder 30/30. Das bedeutet nichts anderes, als dass Ihre Telefonate nicht sekundengenau abgerechnet werden, sondern Ihr Telefonanbieter auf das nächste volle Intervall aufrundet. Sie zahlen daher in Wahrheit etwas mehr bei jedem Telefonat. Ein 70 Sekunden langer Anruf, der mit 60/30-Taktung abgerechnet wird, kostet Sie demnach 1,5 Minuten anstatt 1 Minute und 10 Sekunden.

Sprechen Sie Ihren Telefonanbieter auf das Thema an. Verhandeln Sie im Idealfall eine sekundengenaue Abrechnung ab der 1. Sekunde!




3. SIP-Trunking und VoIP


Steigen sie auf neue Technologien um und modernisieren Sie Ihre in Jahre gekommene Telefonanlage! Sie können dabei nicht nur Kosten sparen, sondern auch neue Funktionen nutzen, die Ihnen die Abwicklung von Telefonanten enorm erleichtern.

Kosten können Sie durch eine VoIP-Telefonanlage z.B. auch dadurch sparen, indem Sie intern gratis telefonieren, ganz egal, ob sich die Mitarbeiter im In- oder Ausland aufhalten. Außerdem zahlen Sie nur das, was Sie und Ihre Mitarbeiter/innen wirklich nutzen. Teure Wartungs- und Serviceverträge, die Sie aus der Vergangenheit kennen, entfallen komplett.

 

Moderne Cloud-IP-Telefonanlagen, wie etwa yuu Phone, die flexible VoIP-Telefonnage aus der Cloud, verbinden Fest- und Mobiltelefonie und sind durch automatische Updates und Wartung stets auf dem neusten Stand. Intelligente Features, wie z.B. Click-2-Dial, Rufweiterleitungen, Telefonieren aus Outlook etc. erleichtern die Anrufabwicklung und sparen Zeit und Ressourcen.

Mit dem yuu Connect SIP Trunk ist auch kein klassischer Telefonanschluss mehr nötig. Sie können Ihre bestehende IP-Telefonanlage einfach mit dem günstigen yuutel Netz verbinden und lostelefonieren.

 

Welche Vorteile bietet Ihnen die VoIP-Telefonie noch? Lesen Sie in unserem Blog: 10 Vorteile einer modernen VoIP-Telefonanlage aus der Cloud.

Checkliste Umstieg auf eine VoIP-Telefonanlage yuutel

 



4. Weg mit alten Verträgen


Kündigen Sie alte Verträge und handeln Sie im Zuge der Neuverhandlungen bessere Konditionen aus. Die meisten Telefonanbieter geben die sich stetig verbessernden Einkaufskosten selten bis nie an ihre Kunden weiter. Oder sie schaffen es nur schwer, alte Tarife in neue Strukturen mit besseren Preisen zu bringen.

Wenn Ihr Telefonanbieter nicht aktiv einen Wechsel vorschlägt, lohnt es sich auf jeden Fall nachzufragen! Verhandeln Sie neue Konditionen einmal jährlich, spätestens alle 1,5 Jahre, nach.



5. Seien Sie schlau – drohen Sie mit Kündigung


Wie viele Unternehmen haben auch Telefonanbieter starke Konkurrenz am Markt. Sie kämpfen tagtäglich damit, Neukunden zu gewinnen, Bestandskunden nicht zu verlieren und versuchen zeitgleich, an allen Ecken und Enden Kosten einzusparen. Teure Werbung lässt die Kosten zur Gewinnung eines neuen Kunden in die Höhe schnellen und die Zeitspanne, bis sich ein neuer Kunde anfängt zu rentieren, wird immer länger.

Die Anbieter haben daher ausgeklügelte Systeme entwickelt, möglichst frühzeitig zu erkennen („Churn Prediction“) und z.B. durch attraktivere Angebote zu verhindern („Churn Retention“), dass bestehende Kunden abwandern könnten. Das passiert zuerst durch statistische Analyse des Telefonverhaltens und anderer Muster, wie z.B. sich änderndes Zahlungsverhalten oder vermehrte Anrufe auf der Service-Hotline.

Diese Informationen werden mit jenen der Ex-Kunden verglichen, die bereits gekündigt haben. Je ähnlicher sich Kunden wie „Churner“ verhalten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Kündigung.


Zwar ist es in der Praxis schwer, sich dem Verhalten eines „Churners“ anzugleichen, was sie aber tun können, ist z.B. vermehrt
an der Hotline anzurufen. Stellen Sie Fragen zu Ihrer offenen Rest-Vertragsdauer und den Kündigungsbedingungen. Lassen Sie Schlüsselwörter im Gespräch fallen, wie:

  • Kündigung und Frist
  • Preis teuer
  • Ich bin unzufrieden
  • Vertragsverlängerung
  • Portierungen
  • Rufnummernmitnahme

 



6. Vorsicht bei Package-Überschreitung


In den letzten Jahren setzen sich fertig geschnürte Preis-Packages immer mehr durch. Zuerst beim Mobilfunk am Endkundenmarkt, später auch im B2B-Umfeld.

Das Prinzip ist einfach: Man bekommt für Preis x jeden Monat eine bestimmte Anzahl an Freiminuten ins Fest- und/oder Mobilnetz. Darüber hinausgehende Telefonminuten werden dann extra, meist deutlich teurer, abgerechnet.

Das heißt, solange Sie innerhalb der Leistungen des Packages bleiben, kann sich das für Sie rentieren. Sobald Sie das Package überschreiten, wird es oft sehr schnell sehr teuer (was durchaus im Interesse des Anbieters liegt). Die Wahl des richtigen Packages ist daher entscheidend!


Dazu analysieren Sie zuerst Ihr Telefonverhalten: Prüfen Sie an Hand einer alten Rechnung, in welche Destinationen Sie in den letzten Monaten wie lange telefoniert haben. Diese Zahlen sollte ihr bestehender Netzbetreiber als Rechnungsbeilage oder Download in Ihrem Kundenaccount anbieten.

Entscheiden Sie erst nach dieser Analyse, welches Package das passende für Sie ist. Erkundigen Sie sich, ob ein Upgrade in ein nächsthöheres Paket eventuell automatisch bei Überschreitung der Freiminuten erfolgen kann. Wenn nein, kontrollieren Sie unbedingt Ihre monatlichen Rechnungen und wechseln Sie gegebenenfalls das Paket!
 

 

Fazit: Telefonieren muss nicht teuer sein!


Es lohnt sich, den Markt zu beobachten, kritisch mit den Angeboten umzugehen, sie offen zu diskutieren und auch hin und wieder den Anbieter zu wechseln.

Kleiner Tipp: Sie haben immer die Möglichkeit, sowohl als Privatperson als auch als Unternehmen Ihre Telefonnummern ohne Einschränkung zu einem neuen Anbieter mitzunehmen. Im Falle von Servicerufnummern übernimmt yuutel diesen Prozess kostenlos für Sie. Das geht ganz einfach: Servicerufnummer mitnehmen.


Gerne beraten wir Sie auch zu einem Komplettangebot bestehend aus nationalen und/oder internationalen Servicerufnummern und VoIP-Telefonie – kontaktieren Sie uns!

Haben Sie weitere Ideen, um Telefonkosten für Ihr Unternehmen zu sparen? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar!

Laden Sie sich hier unser kostenloses Whitepaper „Business-Cloud-Telefonie“ herunter:


Whitepaper Business-Cloud-Telefonie: Die 10 wichtigsten Fragen & Tipps für den Umstieg auf All-IP!

Über den Autor

Christian Rupitsch
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Solutions Consultant bei yuutel

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